Ein Jahr vor Olympia in Beijing

Schon fast am Ende meiner Reise bin ich jetzt seit 3 Tagen in Beijing, und zwar genau puenktlich ein Jahr vor Olympia. Das hat allerdings so seine Nachteile, denn man merkt das die Stadt sich auf naechstes Jahr vorbereitet. Ueberall wird renoviert und gebaut. Im Internet habe ich gelesen, dass die Beijinger auch lernen sollen, sich besser zu benehmen, so kostet das Spucken, das man in China ueberall lautstark wirklich staendig erlebt, jetzt ca. 5 Euro Strafe. Auf dem Tiananmen-Platz gab es auch eine Party, davon habe ich aber nur ein paar Ausschnitte im Fernsehen gesehen. Ich glaube auch nicht, dass man auf dem Platz nah genug ran kam. Aber mehr weil viel abgesperrt war, denn gross genug ist der Platz. Heute abend waren wir nochmal dort, als es schon dunkel war, und es waren immer noch viele Leute da und haben Drachen steigen lassen oder einfach nur rumgesessen. Aber in dem Hauptteil fiuehlt man sich doch ziemlich von Mao und der Partei eingekreist, wenn man vor sich das Tiananmen mit dem Mao-Bild hat, hinter sich das Mao-Mausoleum, links die Great Hall of the People, wo der Volkskongress tagt, aber eigentlich ein ziemlicher haesslicher Betonbau. Wir waren auch drin, ist aber eigentlich so, wie man sich ein solches Gebauede vostellt, mit ziemlich viel uebertriebenen Prunk.

Als wir dann gestern die Verbotene Stadt besichtigt haben, waren ein paar der grossen Hallen auch in Gerueste eingehuellt und nichts von ihnen zu sehen. Naechstes Jahr soll eben alles perfekt ausehen. Interessant war die Verbotenen Stadt aber dennoch, und einfach riesig, man kann sich da richtig verlaufen, aber immerhin mal ein deutscher Audioguide, der sogar erkennt wo man rumlaeuft und dann die Geschichte dazu erzaehlt.

Natuerlich war ich auch schon an der grossen Mauer, und bin bei ziemlicher Hitze ueber 4 Stunden drauf rumgelaufen. Es gibt verschiedene Abschnitte, und wir hatten uns fuer den entschieden, wo man von einem zum anderen laufen kann. Das ganze war dann am Schluss aber schon ziemlich anstrengend, aber mit einer wunderschoenen Aussicht.  Rumherum mal viel Gruen und Berge und keine Siedlunge zu sehen, und immer wieder die Mauer die sich vor und hinter einem an dern Bergen entlang schlaengelt. Ein Teil der Mauer war restauriert, aber ein Teil war nicht gerade sicher zu laufen, aber der hat eigentlich mal wieder am meisten Spass gemacht zu gehen. Ist jedenfalls schwer vorstellbar weche Antrengungen notwendig waren um die Mauer zu bauen.

Hongkou-Stadium

FIFA.com – Shanghai-Hongkou-Fussballstadion

„Das Shanghai-Hongkou-Stadion ist eines der modernsten und größten Stadien in China.“
Hier wird es vom 10.-30. September einige Spiele der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft geben.

Allerdings ist das Stadion zur Zeit noch eine absolute Baustelle. Ich komme in dem Stadion zur Zeit zwei Mal in der Woche vorbei, da die Kletterhalle mitten in dieser Baustelle liegt, weswegen wir beim ersten Mal auch ziemlich lange gebraucht haben, bis wir sie überhaupt gefunden haben.

Hier mal ein paar Fotos:

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Dabei stört es die Arbeiter keineswegs, dass ständig andere Menschen in der Baustelle herumlaufen. Muss man ja auch. Denn mitten in der Baustelle gibt es dann immer mal wieder einen Laden, unsere Kletterhalle, oder auch eine Tanzschule, um ein paar Beispiele zu nennen.

Baustelle am Hangkou-Stadium
Das ist meine Lieblingsstelle, da ich da abends als es dunkel war auch noch drauf zugelaufen bin. Hätte Dominik nicht noch gesagt: „Denk dran, da war als es hell war noch ein Loch“, wär ich da wahrscheinlich auch noch runtergefallen. Keinerlei Absperrung. Okay, die paar Absperrungen, die es gibt, beachtet eh keiner, aber so ein Loch sollte man schon irgendwie absichern.

An verschiedenen Ecken sieht man dann immer mal wieder ein paar Arbeiter irgendwas machen. Ein System scheint es dabei aber nicht zu geben. An einer Stelle sind mal 3 Leute am streichen, an einer anderen am schweißen. Und wenn man ein paar Tage später wieder kommt wird an einer ganz anderen Stelle weitergearbeitet, obwohl die Arbeit von vor ein paar Tagen noch nicht fertig ist. Erscheint also alles etwas planlos.

Wird noch ziemlich viel Arbeit, wenn das Stadium fertig werden soll bis zur Weltmeisterschaft. Am 10. September soll hier Deutschland gegen Argentinien das Eröffnungsspiel bestreiten. Und am 30. September ist hier das Finale geplant, natürlich wieder mit Deutschland aber gegen wen kann man ja jetzt noch nicht wissen. Ich würde das Eröffnungsspiel wirklich gerne sehen, also werde ich die nächsten paar Wochen mal im Auge behalten, ob die noch etwas vorwärts kommen. Noch so knapp 2 1/2 Monate haben sie ja Zeit…

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Raus aus Shanghai

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt werde ich Shanghai heute mal verlassen um für ein paar Tage mit einer Gruppe hier von der Uni nach Tai Shan zu fahren. Bin mal gespannt was mich dort erwartet.
Vorher wollte ich dann doch kurz nochmal ein Blogeintrag schreiben. Ich war ja doch etwas faul in letzter Zeit in der Hinsicht. Aber wirklich nur beim Bilder hochladen und beim Blog schreiben. Ich habe jede Menge neue Zeichen und Vokabeln gelernt, auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, nicht wirklich vorwärts zu kommen. Und ansonsten ist nicht viel neues passiert. Alltag eben so langsam.
Was es neues gibt: Ich habe eine Capoeira-Gruppe gefunden, bei der ich jetzt zweimal Sonntags war, im Park, was noch mehr Spass macht wie in der Halle. Die Gruppe trainiert zweimal die Woche und ich bin froh mal wieder Capoeira machen zu könnnen, nachdem ich es in Deutschland schon über ein Jahr nicht mehr gemacht habe. Gibt auch immer jede Menge Zuschauer im Park, da Capoeira eben doch auch etwas ist, was man in China wohl nicht jeden Tag zu sehen kriegt (in Deutschland ja auch nicht). Am Ende des Trainings gibt es ja immer eine Roda, bei der alle im Kreis stehen und zwei in der Mitte spielen. Dabei bildet sich immer um die Roda ein zweiter Kreis von Zuschauern, sieht schon witzig aus.
Von Ostern habe ich nix berichtet, da es davon hier wirklich nicht viel gab. Keine Osterhasen oder Ostereier. Sonntagmorgens war ich sogar mal wieder in der Kirche, und die war auch wirklich sehr voll. Sehr viele Leute haben gestanden. Und allein wegen dem Chor hat es sich schon gelohnt. Der wurde von einem Orchester begleitet, dass vor allem aus Deutschen und Franzosen bestand, extra für Ostern.
Einen neuen Blogeintrag gibt es dann also, sobald ich zurück bin. Nach meinem Trip werde ich ja wohl etwas zu erzählen haben.

Übrigens, wer mir mal einen Brief, eine Karte oder sonstiges schreiben möchte, hier ist meine Adresse in Shanghai:

Shanghai Jiao Tong University
Tao Li Yuan, Room No. 525
No. 1954 Hua Shan Road
Shanghai, China
Zip Code: 200030

oder mich anrufen möchte:
+86 131 629 58 147

Ich würde mich über etwas Post freuen.

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Hallo nochmal

Okay, das sind dann jetzt gleich mal ein paar mehr Einträge auf einmal, vielleicht sollte ich doch öfter schreiben. Denn der Titel des letzten Beitrags bezog sich wohl mehr auf meinen Kopf, der versucht hat alles zu ordnen um es niederzuschreiben.
Was gibt es also sonst noch zu berichten. Mein Geld ist gekommen. Ich habe hier auf der Bank ein Konto eröffnet. Randy auch und seine Mutter hatte das Geld auch früher überwiesen und so lief er fast täglich 3 Wochen lang zum Geldautomat und ist fast verzweifelt, da das Geld nicht kam. Bis wir dann schließlich mal wieder auf die Bank gegangen sind, um nachzufragen und siehe da, das Geld war durchaus da, aber in Euro und um es am Geldautomat abzuheben, muss man es erst in RMB umwandeln. Hätte uns ja auch mal jemand vorher verraten können. Natürlich war ich so clever und hatte mein Sparbuch (ich hatte da so ne Bankkarte und ein Sparbuch am Anfang in die Handgedrückt gekriegt), also durfte ich am nächsten Tag gleich nochmal hin. Und wenn ihr denkt, ihr hättet in Deutschland auf der Bank schonmal zu lange gewartet, dann geht nicht hier auf die Bank. Ich habe da jetzt echt schon Stunden verbracht, und ich war erst 3 Mal dort. Beim letzten Mal gab es auch so kleine Zettelchen mit einer Nummer drauf. Manch gehen dann auch kurz nochmal was anderes erledigen. Aber, wir mussten ja selbst vor dem Pizza Hut warten, da steht auch immer jemand davor und passt auf, das alle in der richtigen Reihenfolge einen Platz kriegen.
Ich habe dann auch gleich mal Geld gebraucht, denn im April kann ich (endlich) mal Shanghai verlassen. Bei der „Language Practice“ dürfen wir nämlich zwischen Beijing, Xi‘an, Kaifeng und Tai Shan wählen und dann vom 16.04-20.04 dorthin fahren, vorausgesetzt wir bezahlen die ca. 100€, aber das war es mir wert. Und ich habe mich für Tai Shan entschieden, da ich nach Beijing und Xi‘an später eh noch reisen will, und man da auch alleine ganz gut hinkommt. Wie Tai Shan so ist, werde ich erzählen, wenn ich dort war.
(Bananen-Pause)
Okay, was ist sonst noch so passiert. Auf dem Weg zur Bank habe ich noch ganz unerwartet an der großen Kreuzung vorne eine Aufführung einer Tai-Chi Gruppe gesehen. Anscheinend ging es um irgendein Umwelt-Projekt. Das würde ich zumindest aus den Bildern auf den Schildern schließen. Einerseits haben viele Leute hingeguckt, aber es sind eigentlich recht wenig stehen geblieben. Aber sogar das Fernsehen war da! Und ich auch. (Weil ich Reading geschwänzt habe um auf die Bank zu gehen.)

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Und dann haben wir mal noch so einen richtig schönen Markt mit Raubkopien gefunden. Mit CD‘s für unter 2€ und einem North Face Rucksack für ca. 30€ und jede Mengen Klamotten…und im hinteren Teil gab es dann Essen. Allein der Geruch, da hätte ich schon überhaupt keinen Hunger mehr. Die Spezialität des Marktes war anscheinend „kleiner Tintenfisch am Spieß“, auf jeden Fall gab es die an fast jedem Stand. Und dazu jede Menge Sachen, die ich noch nicht mal identifizieren konnte. Leider kann ich euch davon jetzt nicht gleich Fotos hier präsentieren, hab dort nämlich mehr mit der EOS fotografiert. (Vielleicht brauch ich doch mal irgendwann ein Digital-SLR.)

Garantiert alles Original

Was noch zu erwähnen würde, Randy‘s Blog wird jetzt auch geblockt. Ganz Blogspot funktioniert hier nicht mehr, Blogger allerdings schon, obwohl das ja im Prinzip zusammen gehört. Das ganze hat aber auch eine gute Sache. Da Randy sich nämlich mal Gedanken darüber gemacht, wie er jetzt wieder an seinen Blog kommt er nunmal mehr Ahnung hat als ich und daher herausgefunden hat, dass man die Firewall (Great Firewall, wird sie manchmal im Internet genannt, find ich witzig), wenn man sich mit VPN unserer Uni in Saarbrücken einloggt. Was im Prinzip heißt, ich kann jetzt auch wieder an meinen alten Blog. Und da ich den sowieso viel besser leiden konnte und ihm schon die ganze Zeit nachgetrauert hatte, werde ich ihn auch jetzt wieder benutzen. Da ich euch aber versprochen habe, nicht mehr zu wechseln, werde ich auch den Blogsome weiter benutzen. Ich weiss ja nicht welchen ihre gerade liest. Aber wie gesagt, ich mag den WordPress mehr und Bilder im Text gibt‘s nur da.
Also, bis zum nächsten Mal…

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