Schnitzeljagd

Gestern hatten wir eine richtige Schnitzeljagd. Wir mussten uns registrieren und noch so ein paar andere Sachen. Also sind wir erstmal zu dem ersten Punkt, dort haben wir dann so eine Art Laufzettel erhalten, auf dem verschieden Punkte standen, die wir abarbeiten mussten. Am ersten Punkt bekamen wir dann eine Papiertüte mit ein paar Sachen (ein Comic über das Verhalten in China, Termine, zusätzliche Kurse…) und eine Unterschrift und wurden in den zweiten Stock geschickt. Dort gab es am Eingang erstmal eine Nummer und an den vielen Leuten dort wurde schon offensichtlich, dass das etwas länger dauern wird. Immerhin hat es gereicht um meine Passbilder noch auf dem Zimmer zu holen, die ich dann aber gar nicht brauchte. Dann also an den einen Tisch, dort gibt es die anscheinend die eigentliche Registrierung, die aber wenigstens mal die Semestergebühr von meinem Blatt wegstreichen, was mich sehr beruhigt. Ich werde zur Bezahlung des Wohnheims geschickt, Randolf am Tisch neben mir zum Interview, da ich überhaupt kein Geld da hab, um die Unterkunft zu bezahlen, schließe ich mich Randolf an. Ich muss mit einer netten Frau an einem Tisch. Von dem chinesischen, dass sie sagt versteh ich nicht viel. Sie gibt dann wohl eine Empfehlung, was für eine Schwierigkeit im Test ich haben soll, dann der nächste Raum an den Computer und einen Test machen. Oh je, so viele Zeichen, und so viele die ich noch nicht mal kenne, kurz gesagt ich habe ziemlich schlecht abgeschnitten, aber der nette Mann dort war so freundlich mich trotzdem in den 2. Level der Grundstufe anzumelden, obwohl ich weniger Punkte hatte, aber das andere wären wohl die absoluten Anfänger. Randolf hat die selbe Stufe (hat aber auch die Punktzahl dafür). Dann weiter, die nächste Frau unterschreibt mal wieder meinen Zettel, und klaut den rosafarbenen Durchschreibezettel. Auf Nachfrage schickt sie mich dann zur Bücherausgabe. Dort gibt es insgesamt 8 Bücher! für 276 Yuan. Jetzt nur noch bei der langen Schlange vor dem Büro anstehen, dort wird dann noch ein Foto gemacht (wofür ich die 8 Passbilder mitbringen sollte, weiss ich immer noch nicht), und es gibt eine Studentenkarte. Das war‘s erstmal, da ich mich ja um das Bezahlen erstmal gedrückt hatte. Heute habe ich das dann auch noch hingekriegt und eine Mensa/Supermarkt-Karte habe ich jetzt auch.
Schnitzeljagd erfolgreich beendet!

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Endlich angekommen…

Nun bin ich also endlich unbeschadet in Shanghai angekommen. Gestern morgen um 6:15h ging es schon los. Auf nach Frankfurt. Dort sind wir dann pünktlich so um 8:00h angekommen, wo Randolf mit seinen Eltern schon vor dem Check-In gewartet hatte. Wir mussten noch nicht mal anstellen, es war noch Zeit um mit meiner Mama, Esther, Ellena und Michelle im MacDonalds am Flughafen zu frühstücken, danach noch das verabschieden und schließlich sind wir pünktlich so um Viertel vor elf gestartet. Ankunft in Helsinki bei 10°C MINUS, brrrr, gut das wir nicht dort geblieben sind. Aber immerhin hatten wir dort schonmal einen längeren Aufenthalt als geplant. Denn unser Flug hatte eine Verspätung von über 1h, dafür gab es von der netten Fluggesellschaft (FinnAir) dann noch einen Gutschein für 6€, wofür man an dem Flughafen aber nicht wirklich viel kriegt (bei mir ein 0,33l Kakao und ein 0,33 Granini Apfelsinennektar.
Endlich Abflug nach Shanghai. Und wieder nette Zettel zum ausfüllen. Auf der einen Seite auf Chinesisch, auf der anderen dann aber zum Glück auch nochmal auf Englisch. Ich muss mal wieder bestätigen das ich gesund und keine verbotenen Sachen mitbringe. Kontrolliert hat das am Flughafen dann keiner mehr, musste die Scheine aber an drei verschiedenen Stellen abgeben. Während des Fluges gab es schonmal ein kleine Kostprobe Chinesisch, an den Stimmen herum, bei den chinesischen Nachrichten und den chinesischen Untertiteln. Irgendwann geht auch der längste Flug vorbei und so betraten wir um ca. 9:15h zum ersten Mal echten chinesischen Boden. Und gingen mit gesamten Gepäck erstmal auf die Suche nach dem TransRapid. Wenn man soweit weg ist, kann man ja wenigstens erstmal was für die deutsche Wirtschaft tun. Das war aber gar nicht so einfach. Wir mussten erst noch durch ein Outlet-Center tappen, wobei gleich auffällt, dass es hier auch keine anderen Marken sind, wie z.B. in Zweibrücken, kommen wir an dem Ticketschalter an. Für 40 Yuan, also ca. 3,60€, fahren wir dann mit bis zu 431 km/h in Richtung Innenstadt (aber nur in Richtung) und bekommen einen ersten Eindruck vom Boden aus.
Von oben sah Shanghai zuerst wie ein rießiges Industriegebiet aus, dann kamen noch ein paar hohe Dominosteine dazu und eine zeitlang schien es echt, als ob wir auf dieser braunen Brühe unter uns, auch Fluss genannt, landen wollen, zum Glück war kurz dahinter dann aber doch noch eine Landebahn.
Vom Transrapid aus nun sieht Shanghai nicht viel besser aus. Anscheinend dachte man, die Leute achten eh nur auf die Technik, denn drumherum stehen zum Teil sehr seltsamen Häuser.
Nun nur noch ist mal wieder ein Stück laufen angesagt, aber diesmal hält es sich in Grenzen. Ab in die U-Bahn, wo Randolf netterweise es sogar schaffte Tickets zu besorgen, noch einmal umsteigen, und dann fing das Laufen schon wieder an. Im Prinzip war der Weg zur Jiao Tong dann nicht mehr so weit, mit Gepäck ist er es schon, und auf dem Campus mussten wir dann nochmal ganz auf die andere Seite und dass war mindestens genau so weit.
Schließlich kamen wir in dem Studentenwohnheim an. Die gute Nachricht, hier kann so gut wie keiner Englisch. ☹ Ach so, ich soll das ja lernen! Aber jetzt habe ich immerhin ein Zimmer in dem ich mich heute Nacht mal ausschlafen kann. Nach so wenig Schlaf in den letzten paar Tagen und dem vielen Rumlaufen brauche ich das mal echt.
Und wie es noch weitergeht, schreib ich euch dann wie es weiter geht. Und dann gibt‘s auch Fotos, hab ja schon welche gemacht. ☺

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