Schon fast auf dem Heimweg.

In ca. 8 1/2h werde ich im Flugzeug sitzen um wieder nach Hause zu fliegen. Jep, meine 7 Monate in China sind schon wieder um. Zumindest meiner Meinung nach ging das verdammt schnell. Und ich habe jede Menge erlebt dabei. Naja, leider war ich ja dann doch nicht immer so fleißig beim Blog schreiben, aber ich schätze mal es war ein ganz guter erster Eindruck, und mehr kann ich dann persönlich erzählen, hoffe ich doch zumindest.

Also, ich hatte auf jeden Fall jede Menge Spass, in drei eigentlich sehr verschiedenen Abschnitten. Erst der Sprachkurs an der Jiao Tong University, dann die Reise durch China, und schließlich mein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, das auch noch seht interessant war und von dem ich hier noch gar nichts berichtet habe.

Vielen Dank an alle die immer schön meinen Blog gelesen haben und auch an alle die sich mal gemeldet haben, vor allem auch denjenigen, denen  ich noch nicht geantwortet habe.

Ich komme nach Hause! Und ich hoffe dann alle bald mal wieder zusehen…

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Ein Jahr vor Olympia in Beijing

Schon fast am Ende meiner Reise bin ich jetzt seit 3 Tagen in Beijing, und zwar genau puenktlich ein Jahr vor Olympia. Das hat allerdings so seine Nachteile, denn man merkt das die Stadt sich auf naechstes Jahr vorbereitet. Ueberall wird renoviert und gebaut. Im Internet habe ich gelesen, dass die Beijinger auch lernen sollen, sich besser zu benehmen, so kostet das Spucken, das man in China ueberall lautstark wirklich staendig erlebt, jetzt ca. 5 Euro Strafe. Auf dem Tiananmen-Platz gab es auch eine Party, davon habe ich aber nur ein paar Ausschnitte im Fernsehen gesehen. Ich glaube auch nicht, dass man auf dem Platz nah genug ran kam. Aber mehr weil viel abgesperrt war, denn gross genug ist der Platz. Heute abend waren wir nochmal dort, als es schon dunkel war, und es waren immer noch viele Leute da und haben Drachen steigen lassen oder einfach nur rumgesessen. Aber in dem Hauptteil fiuehlt man sich doch ziemlich von Mao und der Partei eingekreist, wenn man vor sich das Tiananmen mit dem Mao-Bild hat, hinter sich das Mao-Mausoleum, links die Great Hall of the People, wo der Volkskongress tagt, aber eigentlich ein ziemlicher haesslicher Betonbau. Wir waren auch drin, ist aber eigentlich so, wie man sich ein solches Gebauede vostellt, mit ziemlich viel uebertriebenen Prunk.

Als wir dann gestern die Verbotene Stadt besichtigt haben, waren ein paar der grossen Hallen auch in Gerueste eingehuellt und nichts von ihnen zu sehen. Naechstes Jahr soll eben alles perfekt ausehen. Interessant war die Verbotenen Stadt aber dennoch, und einfach riesig, man kann sich da richtig verlaufen, aber immerhin mal ein deutscher Audioguide, der sogar erkennt wo man rumlaeuft und dann die Geschichte dazu erzaehlt.

Natuerlich war ich auch schon an der grossen Mauer, und bin bei ziemlicher Hitze ueber 4 Stunden drauf rumgelaufen. Es gibt verschiedene Abschnitte, und wir hatten uns fuer den entschieden, wo man von einem zum anderen laufen kann. Das ganze war dann am Schluss aber schon ziemlich anstrengend, aber mit einer wunderschoenen Aussicht.  Rumherum mal viel Gruen und Berge und keine Siedlunge zu sehen, und immer wieder die Mauer die sich vor und hinter einem an dern Bergen entlang schlaengelt. Ein Teil der Mauer war restauriert, aber ein Teil war nicht gerade sicher zu laufen, aber der hat eigentlich mal wieder am meisten Spass gemacht zu gehen. Ist jedenfalls schwer vorstellbar weche Antrengungen notwendig waren um die Mauer zu bauen.

Und es geht immer weiter…

So schnell wie ich hier gerdade von einem Ort zum anderen komme, komme ich gar nicht nach mit Blog schreiben. Aber immerhin habe ich auch noch ein richtiges Tagebuch, so noch richtig von Hand geschrieben von unterwegs, und von da werde ich vielleicht dann in Shanghai mal noch ein paar Geschichten nachreichen. Aber auch bis dahin werde ich versuchen mal noch was zu schreiben.
Und dann habe ich auch noch eine schlechte Nachricht, zu mindest fuer alle jene die meine Bilder auf Flickr moegen. Am ersten Tag meiner Tibet-Tour ist meine kleine Digitalkamera kaputt gegangen. Daher kann ich im Moment nur mit meiner analogen EOS-Spiegelreflexkamera Bilder machen, und auch da versuche ich etwas sparsam zu sein, denn die Filme sind gar nicht so guenstig. Aber immerhin kann man Leute heutzutage damit ueberraschen, wenn man denn ploetzlich den Film wechseln muss. Man kriegt dann so Kommentare wie:“Das hab ich aber schon ewig nicht mehr gesehen“ oder „kann man die Filme denn ueberhaupt noch ueberall kaufen?“ Aber ich mag meine analoge Kamera immer noch. Auch wenn ich gerade darueber nachdenke mir Hongkong eine neue Digitalkamera zu kaufen. Okay, mal genug dazu, also neue Bilder online bei mir gibt es im Moment leider nicht, aber ihr koennt auch ja immernoch Randy’s Bilder angucken.

Aber jetzt mal dazu, wo ich eigentlich gerade bin. Nach einer weiteren Nacht in einem Zug sind wir heute morgen in Chongqing ankommen, nur um es heute abend schon wieder zu verlassen um eine Yangtze Flussfahrt zu machen fuer die naechsten 4 Tage.
Immerhin habe ich Vor-vorgestern aber schonmal die Terrakotta-Armee in Xi’an gesehen. Leider waren dort auch mal wieder zu viele Chinesen. So das man sich wieder richtig durchdraenglen musste um mal etwas zu sehen und ein paar Fotos zu machen. Dazu haben wir noch das Grab eines Kaisers besucht. Das heisst wir haben auf dem riessigen Grabhuegel draufgestanden, da dass Grab noch nicht geoeffnet wurde. Die Chinesen sagen, da der Kaiser einen Fluss aus Quecksilber in seinem Grab hat ist es zu gefaehrlich es zu oeffnen, da es die ganze Umwelt verseuchen wuerde. Klang aber alles irgendwie komisch. Aber interresant war es auf jeden Fall. Aber bis auf die Sehenswuerdigkeiten ist Xi’an auch nur eine typische chinesische Stadt, naja, man sieht ein paar mehr Auslaender, von denen es hier in CHongqing uebrigens wohl ziemlich wenige gibt. Einen weiteren Tag in Xi“an mussten wir dann leider nur mit organisatorischen Dingen verbringen, da wir Geld brauchten, unsere Visas heute auslaufen, die Flussfahrt buchen und dann noch Zugtickets besorgen, all das brauch viel Zeit in China und ist selbst dann nicht immer moeglich. So wollte die beim Visaamt zum Beispiel irgeneinen Brief von unserer Uni, dass wir dort studiert haben und jetzt reisen wollen, ansonsten kriegen wir kein Visum. Und ueberziehen kostet 50 Euro pro Tag. Zum Glueck haben die von der Uni dann sowas gefaxt, ansonsten haetten wir moeglichst schnell nach Hongkong muessen, dort gibt anscheinend am einfachsten chineische Visas. So sind wir momentan auch ohne Reisepass unterwegs, da der bei den Behoerden in Xi’an ist um das Visum auszustellen. Na hoffentlich will den nicht irgendwann jemand sehen.

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Endlich in Tibet…nach 4 Tagen im Zug

Nachdem ich am Donnerstag Shanghai endlich mal verlassen habe, bin ich gestern abend dann in Tibet angekommen. Eigentlich hatten Sanne und ich ja schon Zugtickets nach Chengdu fuer Mittwochabend. Wir sind nach einem letzten Abendessen dann auch rechtzeitig zum Bahnhof und habrn dort am Gate fuer Chengdu gewartet. Dann aenderte sich das Gate und wir sind zu einem anderen gewechselt, an dem man in unserem Zug einsteigen konnte. Aber an der Anzeigetafel aenderte sich nichts und daher wurden wir dann um 21:00h etwas unruhig, der Zug sollte um 21:02h abfahren. Und als wir dann vorne am Gate waren, wir hatten dummerweise hinten gewartet, war es schon zu und unser Zug weg. Man sollte sich eben nicht auf Anzeigetafeln verlassen, vor allem nicht auf chinesische, die man nicht komplett versteht. Dann fingen die Diskussionen an, da wir das Ansicht waren, dass es nicht alleine unsere Schuld war, aber die Leute dort, die die Fahrkarten kontrollierten meinten, dass wir neue Fahrkarten kaufen muessten. Die naechsten, die wir fragten schickten uns dann aber zu dem Fahrkartenbuero und dort konnten wir ohne weitere Fragen die Tickets fuer einen Zug am naechsten Tag nachmittags eintauschen, und bekamen sogar noch Geld zurueck, da es ein langsamerer Zug war. Also, doch noch eine Nacht mehr in einem netten Hostel in Shanghai.

Am naechsten Tag ging es dann aber endlich los. Die 1. Zugfahrt in Richtung Tibet ging nach Chengdu und dauerte ca. 39h, also ein Nachmittag, 1 Tag und 2 Naechte.  Dadurch dass wir den anderen Zug verpasst hatten, hatten wir in Chengdu nur einen Tag und sind abends dann gleich wieder in den naechsten Zug eingestiegen. Also haben wir nur das Panda Reservoir besucht. Aber da es so heiss war, waren die Pandas leider alle nur drin, waere bestimmt schon gewesen, sie auch mal draussen zu sehen. Aber trotzdem schoen mal echte Pandas zu sehen. Und es gab auch einen ganz kleinen, keine 30 cm gross in einer Art Brutkasten.

Am Abend ging es dann in den Zug nach Tibet. Nochmal 2 Naechte und 2 Tage im Zug. Das macht insgesamt 4 Tage hintereinander im Zug. War aber eigentlich richtig bequem. Man hat da ja sein eigenes Bett, vor allem im letzten Abschnitt war die Aussischt auch wirklich sehr schoen und dann vergeht die Zeit eigentlich recht schnell.  Eben viele Berge, aber auch gruene Ebenen und mal wieder Schnee, hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen.

Und dann sind wir gestern endlich in Lhasa angekommen, auf 3700m, aber bis jetzt hatte ich mal noch keine Probleme mit der Hoehe. Nur wenn ich was wirklich anstrengendes mache, merke ich das die Luft etwas duenner ist. Aber kein Kopfweh oder sowas, worueber ich echt froh bin. Ich hoffe mal das bleibt so.

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Hongkou-Stadium

FIFA.com – Shanghai-Hongkou-Fussballstadion

„Das Shanghai-Hongkou-Stadion ist eines der modernsten und größten Stadien in China.“
Hier wird es vom 10.-30. September einige Spiele der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft geben.

Allerdings ist das Stadion zur Zeit noch eine absolute Baustelle. Ich komme in dem Stadion zur Zeit zwei Mal in der Woche vorbei, da die Kletterhalle mitten in dieser Baustelle liegt, weswegen wir beim ersten Mal auch ziemlich lange gebraucht haben, bis wir sie überhaupt gefunden haben.

Hier mal ein paar Fotos:

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Dabei stört es die Arbeiter keineswegs, dass ständig andere Menschen in der Baustelle herumlaufen. Muss man ja auch. Denn mitten in der Baustelle gibt es dann immer mal wieder einen Laden, unsere Kletterhalle, oder auch eine Tanzschule, um ein paar Beispiele zu nennen.

Baustelle am Hangkou-Stadium
Das ist meine Lieblingsstelle, da ich da abends als es dunkel war auch noch drauf zugelaufen bin. Hätte Dominik nicht noch gesagt: „Denk dran, da war als es hell war noch ein Loch“, wär ich da wahrscheinlich auch noch runtergefallen. Keinerlei Absperrung. Okay, die paar Absperrungen, die es gibt, beachtet eh keiner, aber so ein Loch sollte man schon irgendwie absichern.

An verschiedenen Ecken sieht man dann immer mal wieder ein paar Arbeiter irgendwas machen. Ein System scheint es dabei aber nicht zu geben. An einer Stelle sind mal 3 Leute am streichen, an einer anderen am schweißen. Und wenn man ein paar Tage später wieder kommt wird an einer ganz anderen Stelle weitergearbeitet, obwohl die Arbeit von vor ein paar Tagen noch nicht fertig ist. Erscheint also alles etwas planlos.

Wird noch ziemlich viel Arbeit, wenn das Stadium fertig werden soll bis zur Weltmeisterschaft. Am 10. September soll hier Deutschland gegen Argentinien das Eröffnungsspiel bestreiten. Und am 30. September ist hier das Finale geplant, natürlich wieder mit Deutschland aber gegen wen kann man ja jetzt noch nicht wissen. Ich würde das Eröffnungsspiel wirklich gerne sehen, also werde ich die nächsten paar Wochen mal im Auge behalten, ob die noch etwas vorwärts kommen. Noch so knapp 2 1/2 Monate haben sie ja Zeit…

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