Nachdem ich am Donnerstag Shanghai endlich mal verlassen habe, bin ich gestern abend dann in Tibet angekommen. Eigentlich hatten Sanne und ich ja schon Zugtickets nach Chengdu fuer Mittwochabend. Wir sind nach einem letzten Abendessen dann auch rechtzeitig zum Bahnhof und habrn dort am Gate fuer Chengdu gewartet. Dann aenderte sich das Gate und wir sind zu einem anderen gewechselt, an dem man in unserem Zug einsteigen konnte. Aber an der Anzeigetafel aenderte sich nichts und daher wurden wir dann um 21:00h etwas unruhig, der Zug sollte um 21:02h abfahren. Und als wir dann vorne am Gate waren, wir hatten dummerweise hinten gewartet, war es schon zu und unser Zug weg. Man sollte sich eben nicht auf Anzeigetafeln verlassen, vor allem nicht auf chinesische, die man nicht komplett versteht. Dann fingen die Diskussionen an, da wir das Ansicht waren, dass es nicht alleine unsere Schuld war, aber die Leute dort, die die Fahrkarten kontrollierten meinten, dass wir neue Fahrkarten kaufen muessten. Die naechsten, die wir fragten schickten uns dann aber zu dem Fahrkartenbuero und dort konnten wir ohne weitere Fragen die Tickets fuer einen Zug am naechsten Tag nachmittags eintauschen, und bekamen sogar noch Geld zurueck, da es ein langsamerer Zug war. Also, doch noch eine Nacht mehr in einem netten Hostel in Shanghai.
Am naechsten Tag ging es dann aber endlich los. Die 1. Zugfahrt in Richtung Tibet ging nach Chengdu und dauerte ca. 39h, also ein Nachmittag, 1 Tag und 2 Naechte. Dadurch dass wir den anderen Zug verpasst hatten, hatten wir in Chengdu nur einen Tag und sind abends dann gleich wieder in den naechsten Zug eingestiegen. Also haben wir nur das Panda Reservoir besucht. Aber da es so heiss war, waren die Pandas leider alle nur drin, waere bestimmt schon gewesen, sie auch mal draussen zu sehen. Aber trotzdem schoen mal echte Pandas zu sehen. Und es gab auch einen ganz kleinen, keine 30 cm gross in einer Art Brutkasten.
Am Abend ging es dann in den Zug nach Tibet. Nochmal 2 Naechte und 2 Tage im Zug. Das macht insgesamt 4 Tage hintereinander im Zug. War aber eigentlich richtig bequem. Man hat da ja sein eigenes Bett, vor allem im letzten Abschnitt war die Aussischt auch wirklich sehr schoen und dann vergeht die Zeit eigentlich recht schnell. Eben viele Berge, aber auch gruene Ebenen und mal wieder Schnee, hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen.
Und dann sind wir gestern endlich in Lhasa angekommen, auf 3700m, aber bis jetzt hatte ich mal noch keine Probleme mit der Hoehe. Nur wenn ich was wirklich anstrengendes mache, merke ich das die Luft etwas duenner ist. Aber kein Kopfweh oder sowas, worueber ich echt froh bin. Ich hoffe mal das bleibt so.